CD-Brennen - Gefährdung für Musiker

Es ist kein Geheimnis mehr, daß es der Musikbranche und den Musikern dieses Jahr in Europa wirtschaftlich deutlich schlechter geht als in den letzten Jahren.
Die Einnahmen aus Konzerten sind für die meisten Musiker rückläufig - aber vor allem gab es im ersten Halbjahr 1999 auch bei der Haupteinnahmequelle, dem CD-Verkauf, massive Einbrüche in den meisten Ländern Europas und Asiens. So gingen alleine in Deutschland die Verkäufe von CDs um ca. 3% zurück - und in den meisten Europäischen Ländern sieht es noch schlechter aus.
Die Ausnahme stellt Grossbrittannien dar - wo der Markt um ca. 5 % zulegte. In diesem Land gibt es allerdings auch keine erlaubte Privatkopie und deshalb kaum Werbung für CD-Brenner und Rohlinge.

Für den Rückgang gibt es inzwischen nachweislich vor allem einen Grund - eine enorme Steigerung der Kopien von Musik auf CD-Recordables, den beliebten Scheibchen, die auch jeder Musiker und jedes Studio selbst öfters für Demokopien oder zur Datensicherung verwendet.

Die Ausgangslage

In den letzten fünf Jahren ist der Preis der Rohlinge zum "Brennen" von eigenen CDs massiv von über DM 20,-- auf inzwischen ca. DM 2,-- gefallen. Gleichzeitig fiel auch der Preis der CD-Recorder von mehreren tausend DM auf oft unter DM 400,--. Die meisten Haushalte haben heute einen Computer - und die überwiegende Zahl der CD-Recorder sind Zusatzmodule zu Heimcomputern.
Entsprechend der fallenden Preise stieg auch die Zahl der verkauften CD-Recordables. Waren es 1997 "nur" ca. 100 Millionen Stück in Europa, so wurden hier 1998 bereits ca. 450 Millionen Stück verkauft und 1999 wurde bis Jahresende ca. eine Milliarde erreicht. Deutschland macht dabei über 10% aus - also ungefähr 100 Millionen Stück.
Der Absatz von sogenannten "Audio-CD-Rs" mit GEMA-Abgabe, die zum legalen Kopieren gedacht sind, lag dagegen so niedrig, daß die Zahlen von Importeuren und Herstellern als "vernachlässigbar" bezeichnet wurden.

Studie der GFK

Die unabhängige Marktforschungsgesellschaft GFK untersuchte in diesem Frühjahr den Markt und die Verwendung von CD-Rs. Das Ergebnis war entspricht ungefähr dem, was jeder, der gelegentlich in Kneipen, Cafes und Discos weilt und einige Schüler kennt, schon längst geschätzt hatte.

Das deckt sich ungefähr mit eigenen Beobachtungen des Autors - wobei der Anteil an illegalen Kopien von Musik dabei bei ca. 50% lag und jeder zweite befragte Computerbesitzer bereits häufig selbst Kopien von fremden Musik-CDs gebrannt und verschenkt beziehungsweise auch solche Kopien von anderen gekauft oder getauscht hatte.

Die Schäden

Dank der GFK-Studie und den üblichen Gewinnen bezeihungsweise Umsätzen der verschiedenen Beteiligten am Preis einer CD kann man die Schäden in Deutschland recht klar beziffern. Wir gehen für die Schadensberechnung für 1999 von 30 Millionen zum Kopieren von Musik verwendeten CD-Rohlingen aus.

a) CD-Händler

Netto-Umsatzausfall: DM 900 Millionen
Durchschnittlich kostet eine CD heute DM 30,-- (plus Umsatzsteuer).

Der Gewinn eines Händlers bei guter Kalkulation und einem gut laufenen Geschäft wird durchschnittlich mit knapp unter 10% angenommen, so daß man von einem Gewinnausfall von ca. DM 90 Mio. sowie einem mindestens doppelt so hohen Personalkostenanteil ausgehen muss. Selbstverständlich entlassen deshalb viele Händler zur Zeit Personal, sofern sie nicht in Konkurs gehen.

b) Steuerausfall

Für den Staat Deutschland ergibt sich ein Umsatzsteuerausfall bei Musik-CDs in Höhe von ca. DM 150 Mio.. Der Gesamtschaden durch CD-Recordables liegt allerdings im Bereich von ca. DM 600 Mio., da der Staat bei Computerspielen und Nutzsoftware auch entsprechend hohe Steuerausfälle hat.
Die zusätzlichen Ausfälle im Bereich der Gewerbe- und Einkommensteuer sind zweifellos auch beachtlich. Ihre Berechnung würde allerdings den Rahmen dieses Artikels sprengen, da der Schaden in dieser Hisnicht an sehr vielen Einzelfaktoren hängt.

c) Komponisten

Bei den Einnahmen der Komponisten ist die Schadensberechnung sehr leicht. Da der durchschnittliche GEMA-Betrag pro verkaufter CD (alle Preisklassen kombiniert) bei knapp unter DM 2,-- liegt und Komponisten davon laut weltweit gültiger Regelungen in fast allen Fällen 60% bekommen, ergibt sich ein Schaden in Höhe von ca. DM 36 Mio. (vor Steuern) für alle Komponisten zusammen.

d) Verlage

Da die Verlage 40% der auf eine verkaufte CD entfallenden GEMA-Abgaben erhalten, ergibt sich für diese ein Schaden von ca. DM 24 Mio vor Steuern.

e) Interpreten (Stars, Gruppen) und Produzenten

Man kann heute in Deutschland von durchschnittlich DM 3,-- an Musikerlizenzen pro Album ausgehen, wobei es sich um einen häufigen Mittelwert zwischen ca. DM 2,-- und DM 5,-- handelt, die je nach Marktwert gezahlt werden. Entsprechend beträgt der Schaden für Musiker und Musikproduzenten ca. DM 90 Mio.

g) Plattenfirmen (Labels ohne Vertrieb)

Der Ausfall beim Rohertrag der Labels liegt bei dem heute üblichen Erlös von ca. DM 13,-- pro CD und nach Abzug der direkten Kosten von DM 7,-- pro Album (Herstellung, GEMA plus Interpret/Produzent) bei ca. DM 6,-- pro Album beziehungsweise DM 180 Mio insgesamt.
Da gut kalkulierte Label ca. DM 2,-- pro CD an Gewinn verbuchen können, entspricht dies im harmlosesten fall einem Gewinnausfall von ca. DM 60 Mio.

h) Musik-Vertriebe

Vertriebe erhalten heute durchschnittlich ca. DM 20,-- pro Album. Der Umsatzausfall liegt also bei etwa DM 600 Mio. geht man hier von einer recht normalen Umsatzrendite von ca. 10% aus, entspricht das einem Gewinn-Ausfall von ca. DM 60 Mio.

i) Andere Betroffene

Daneben gibt es natürlich schon im Musikgeschäft viele weitere Betroffene. Zu diesen gehören die Tonstudios, Hersteller von Heimstudio- und Tonstudio-Equipment, Hersteller von Musikinstrumenten und Zubehör. Die einzigen, die nicht betroffen sind, sind die Spediteure sowie einige wenige CD-Hersteller, die statt Musik-CDs jetzt CD-Rohlinge herstellen und transportieren.

Obwohl häufig die Auffassung vertreten wird, daß vor allem die populäärsten CDs mit CD-Rs raubkopiert werden, kann man davon ausgehen, daß auch die weniger populären Musikrichtungen wie Jazz und Country stark betroffen sind. Hier ist der Grund allerdings nicht die enorme Popularität, sondern die Situation im Musik-Handel, wo oft solche CDs kaum zu finden sind. Wenn man also eine Jazz CD bei Freunden entdeckt, dann ist die Versuchung groß, diese CD lieber zu kopieren, bevor man durch mehrere Läden zieht, um sie vielleicht käuflich zu erhalten.
 
 

Das Argument Audio-Cassette

In vielen Gesprächen und unsachlichen Presse-Stimmen der letzten Monate war immer wieder zu hören, daß die Musikbranche ja vor 20 Jahren durch die bespielbare Audio-Cassette auch nicht pleite gegangen sei. Dieses Argument zeigt eine enorme Ignoranz der geschichtlichen Entwicklung.

Tatsächlich war die Situation der Musiker Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre von der sprunghaften Zunahme der immer billiger werdenden Leercassetten enorm betroffen und sowohl den Musikern als auch den Unternehmen der Branche ging es miserabel.

Es gab erbitterte Kämpfe um eine Leermedien-Abgabe. Dabei konnte sich allerdings die Hersteller der Leermedien, vor allem die Chemiekonzerne BASF und Bayer, sowie der Patentinhaber Phillips dank ihrer deutlich stärkeren Lobby und der (inzwischen nicht mehr existenten) Kontrolle von Phillips über Polzgram, eines der großen Unternehmen der Musikbranche, politisch durchsetzen und eine lächlerlich niedrige Abgabe von DM 0,15 pro Cassette erreichen.

Für die Musikbranche hatte das massive, lebensbedrohliche Auswirkungen, die aber durch die neue Technik der Audio-CD bekämpft werden konnten. Da die CD objektiv deutlich besser klingt als eine Kopie auf Leercassetten und die Musikfirmen diesen Vorteil zusammen mit den (auch begeisterten) Hardwareherstellern deutlich machten, konnte sie sich als Medium durchsetzen.

Da aber die Kopie einer Vinylscheibe praktisch kaum schlechter klang als die alte Vinylscheibe selbst, war der Tod der alten Schallplatte eine der Folgen der Leercassette. Ohne diese Gefährdung hätten sich die Musikindustrie und die Einzelhändler nicht bereit erklärt, ein neues Format so massiv zu unterstützen, wie es bei der CD geschah.
 
 

Die "erlaubte" Privatkopie

Eines der beliebtesten Argumente für Kopien mit Audio-Cassetten oder CD-Rohlingen ist es, daß doch "private Kopien" erlaubt wären.
Diese Argumentation ist sachlich falsch. Tatsächlich gibt es nur bestimmte Fälle, in denen man Software oder Musik überhaupt kopieren darf, während grundsätzlich Kopien nicht erlaubt sind und sogar echte Straftaten darstellen.
Eine erlaubte "privaten Kopie" ist eine Kopie nur dann, wenn sie ausschließlich in Haus/Wohnung oder im Auto der Person gespielt wird, die auch das Original gekauft hat - und zwar in Anwesenheit dieser Person.
Die ganze grundlegende juristische Begründung für diese Erlaubsnis, die eine Einschränkung des Urheberrechts darstellt, geht zurück auf die Zeiten der Vinylscheibe und den Verbraucherschutz.
Da der Verbraucher nämlich das Recht erworben hat, eine von ihm bezahlte Musik zu hören - und nicht etwa ein reines Stück Plastik teuer gekauft hat - sollte er es auch da hören können, wo er keinen Schallplattenspieler anschliessen kann.
Obwohl das entsprechende Gesetz heute noch gilt, ist sein Sinn hinsichtlich der CD und CD-Rohlingen bereits dadurch ad absurdum geführt, daß man eine selbst aufgenommene CD nirgendswo verwenden kann, wo das Original nicht auch laufen könnte.

Die Profiteure

Vom Verkauf der CD-Rohlinge profitieren vor allem einige asiatische Chemiekozerne und der holländische Elektronikriese Phillips, der durch sein Patent an der CD-R mitverdient. Deutsche Unternehmen sind inzwischen kaum noch dabei, wenn man von einigen CD-Herstellern absieht, die den Rückgang der Herstellung normaler CD-ROMs und Audio-CDs durch die Herstellung von Rohlingen kompensieren wollen.

In Deutschland verdienen aber vor allem die Importeure der CD-Rohlinge sowie die Importeure der CD-Brenner Laufwerke - wobei deren Gewinn an der Sache im Vergleich zum entstandenen volkswirtschaftlichen Schaden eher gering sind.

Die Copy Kills Music-Initiative

In Anbtracht der massiven Schäden begannen Ende 1998 einige Manager von Plattenfirmen sowie einige Musiker, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen.
Da die Polygram-Gruppe in der zweiten Jahreshälfte von Phillips and den US-Konzern Seagram verkauft wurde, konnte sich das Konzernmanagment jetzt (anders als bis dahin und bei der Audio-Cassette) gegen die Kopiertechnik wenden, ohne dafür mit negativen Reaktionen der Konzernleitung rechnen zu müssen.

Die Reaktion kam sehr spät - bereits1997 wurden die Vorstandsmitglieder des Verbandes der Plattenfirmen in Deutschland auf die Gefahr aufmerksam gemacht und die Reaktionen kamen erst, als die Schäden so groß waren, daß sie nicht mehr wegzudiskutieren waren.

Aus der Arbeitsgruppe entstand schließlich eine Öffentlichkeits-Kampagne mit Anzeigen, Werbespots und diversen Aktionen. Auf der PopKomm 1999 wurde die Kampagne in einer Pressekonferenz von diversen Betroffenen einschließlich Smudo von den Phantastischen Vier vorgestellt.

Dabei ist vielen der Copy Kills-Machern sehr wohl klar, daß es grundsätzlich nicht viel hilft, an die Moral der Klein-Kriminellen zu appellieren. Trotzdem soll der Bevölkerung klar gemacht werden, daß Kleindiebstahl nicht folgenlos bleibt. Ähnlich wie Ladendiebstahl als Kavaliersdelikt gilt und seine Häufigkeit zu Preiserhöhungen führt, hat auch das CD-Brennen klare Folgen. Die Musikbranche wird weniger Musikauswahl anbieten und es werden auf Dauer deutlich höhere Preise verlangt werden, während gleichzeitig Kopien stärker bekämpft werden. Da aber erfahrungsgemäß der Mensch kaum an langfristige Schäden seines Handelns denkt, erwartet man von dem moralischen Appell keine großen Erfolge.

Viel wichtiger ist der Branche allerdings, daß endlich auf der Basis der geltenden Gesetze die nötigen Schritte unternommen werden, um illegale Kopien weniger attraktiv zu machen.

Einige Journalisten und vermutlich auch ihrer Leser verwechselten in der letzten Zeit in ihrer Berichterstattung die Copy Kills Kampagne mit einer Attacke auf MP-3 Musikpiraterie. Das ist sachlich falsch - MP3 ist ein eigenständiges Problem, das aber in Europa zur Zeit eine deutlich geringere Rolle spielt und mit anderen Mitteln bekämpft werden kann. Die Existenz der Kompressions-Technologie kann allerdings den wirtschaftlichen Schaden von CD-Rohlingen noch deutlich steigern, da auf eine CD-R mit Hilfe der MP3-Kompression ca. die sechsfache Menge an Musik gespeichert werden kann.
 
 

Die Forderung

Die Musiker und Plattenfirmen fordern die Anpassung der bereits seit Jahren existierenden Leermedien-Abgabe an die tatsächlich auftretenden Schäden. Das bedeutet für die grundlegenden Betroffenen im Musikbereich - also die grundlegenden Urheber und ihre direkten Partner - ungefähr DM 5,-- bis DM 6,-- pro CD-Rohling. Die Schäden für Händler und Vertriebe werden damit nicht kompensiert. Für diesen Handelsbereich sowie für den Staat wird allerdings der Schaden direkt dadurch reduziert, daß die Zahl der Kopien durch die sinkende Attraktivität abnehmen wird.

Die Folge einer solchen Abgabe wäre ein Ansteigen des Preises der CD-Rohlinge auf ca. DM 8,-- bis DM 10,--. Mit diesem Preis können gleichzeitig auch alle legitimen Nutzer von CD-Rohlingen leben.

Bereits als CD-Rohlinge noch ca. DM 15,-- kosteten, wurden sie als spottbilliges Speichermedium von Musikern, Studios, Industriefirmen und Grafikernin beachtlichem Umfang benutzt. Auch für die meisten Musiker ist es keine große Zumutung, vielleicht DM 100,-- mehr pro jahr für Demo-Material auszugeben, da die steigenden Chancen auf einen Plattenvertrag beziehungsweise ein erträgliches Einkommen das mehr als aufwiegen.

Der geringe Anteil der legalen Nutzung, der durch die Studie der GFK-Marktforschung angenommen werden kann, fällt auch in Hinsicht auf die Gesamtzahl der CD-Rohlinge bei der Höhe der Abgabe kaum ins Gewicht.

Audio-CD-Recordables

Als eine der größten Beleidigungen empfinden die meisten Musik-Insider die zur Zeit manchmal angebotenen Audio-CDRs, deren Preis einschließlich einer Urheber-Abgabe ca. DM 5,-- bis DM 7,-- beträgt. Dadurch wird dem Käufer suggeriert, daß die Musikbranche ca. DM 3,-- bis DM 5,-- an einer solchen CD erhalten würde. Das entspricht zwar ungefähr der Forderung der Musikbranche, stimmt aber bei diesen Silberscheibchen keineswegs. Bei ihnen beträgt die von der GEMA kassierte Abgabe in Wirklichkeit ca. DM 0,15 pro Audio-CDR. Immerhin haben die Importeure durch diese Preisgestaltung klargemacht, von welchem Betrag sie annehmen, daß er für ein reines Gewissen bezahlt wird.
 
 

Verteilungsverfahren

Ein der beliebtesten Ausreden gegen eine adequate Abgabe auf CD-Rs ist das Argument, die Beträge würden ja doch nicht in die Taschen der wirklichen Opfer gehen beziehungsweise sie könnten ja nicht richtig verteilt werden.
Dieses Argument ist offensichtlich falsch, da selbst die minimale bisherige Urheberrechtsabgabe schon entsprechend dem Schaden verteilt wird. So verteilen GEMA und GVL wie auch andere ÑVerwertungsgesellschaften" diese Abgaben entsprechend den festgestellten Einnahmen der Urheber aus allen normalen Einnahmequellen.
Eine Verteilung deutlich größerer Summen könnte sogar effektiver erfolgen, da die Verwaltungskosten in einem solchen Fall im Gegensatz zu den Einnahmen kaum ansteigen. Die Verteilungsschlüssel sind dabei mit durchschnittlich ca. 60% für Komponisten beziehungsweise Interpreten sehr musikerfreundlich, aber bisher haben die Verlage und Labels zumindest noch nicht den Wunsch nach einer Änderung geäußert.

Es fragt sich allerdings, ob die deutsche GVL nicht auch eine weitaus exaktere Abrechnung, wie sie in Frankreich von der dortigen Gesellschaft der Produzenten und Musiker, der SCPP, durchgeführt wird, einführen könnte. In Deutschland geht man bei der Verteilung an die Musiker noch von den Vorschüssen, Honoraren und Lizenzeinnahmen aus, während man in Frankreich exakte Verkaufszahlen sowie Radio-Einsätze als Basis für die Verteilung der Einnahmen verwendet.
Die anderen betroffenen Branchen neben der Musikindustrieverfügen übrigens auch über Verwertungsgesellschaften und Kooperationen und können entsprechend den Ergebnissen der GFK-Studie mit jeweils einem Drittel an den entstehenden Einnahmen beteiligt werden.
 
 

Ausblick

Mit der Entwicklung der DVD-Recordable ist zu erwarten, daß sich die Probleme für die Filmbranche genau so verstärken werden, wie es bei der Musikindustrie schon geschehen ist.
Bei Musik ist ohne eine schnelle Regelung mit einem Zusammenbruch der meisten Firmen und mit einer Halbierung der Zahl der Neuerscheinungen innerhalb von 2 Jahren zu rechnen.
 
 

Fazit

Es wird höchste Zeit, daß auf CD-Rohlinge eine Abgabe von mindestens DM 5,-- für Urheber eingeführt wird. Auf der Basis der bestehenden Gesetze sollte das eigentlich kein Problem darstellen. Allerdings scheint im Moment jede Verordnung und jede Aktivität in Berlin vor allem an einer allgemeinen Verunsicherung der Regierung und der Zerstrittenheit der Regierungspartei nur sehr langsam voranzuschreiten.


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Alex Merck